Ausgliederungen (Carve-outs) zählen zu den anspruchsvollsten Übergängen, die ein Unternehmen bewältigen muss. Für Supply Chain Manager geht es dabei nicht nur um die Aufteilung von Vermögenswerten, sondern vor allem um die Sicherstellung des laufenden Geschäftsbetriebs, das Steuern von Veränderungen und darum, Teams durch Phasen der Unsicherheit zu führen.
Erfahrung, gute Vorbereitung und proaktives Management machen hier den Unterschied. Dieser Beitrag beschreibt die Rolle des Supply Chain Managers in einer Ausgliederung, die wichtigsten Herausforderungen und die häufigen Fallstricke, die es zu vermeiden gilt.
Als Supply Chain Manager musst du dich schnell auf neue Grenzen zwischen den entstehenden Einheiten einstellen. Wo früher eine enge Zusammenarbeit selbstverständlich war, entstehen nun häufiger formalere, transaktionsorientierte Kunden-Lieferanten-Beziehungen. Oft wird die Lieferkette aufgeteilt – dadurch wird es schwieriger, Durchlaufzeiten, Lieferzeiten und End-to-end-Prozessabläufe weiterhin ganzheitlich zu überblicken.
Auf Systemebene bringt eine Ausgliederung zusätzliche technische Komplexität mit sich. Finanzielle Steuerungsansätze müssen klar festgelegt werden, und zur Trennung der IT-Systeme ist häufig eine Sperrphase („Freeze-Phase“)
erforderlich. Das kann Projektpläne erheblich unter Druck setzen und die Risiken für den laufenden Geschäftsbetrieb erhöhen. Dein zentrales Ziel ist es, den Übergang so reibungslos wie möglich zu gestalten und Störungen sowie Risiken zu minimieren. In neu entstehenden Unternehmen müssen gewachsene Abläufe oft grundsätzlich neu gedacht werden – das eröffnet Chancen für Straffung, Bereinigung und Vereinfachung. Auch Produktportfolios und Strategien werden in Ausgliederungen häufig neu bewertet, was teils zu spürbaren Veränderungen führt.
Frühe Einbindung ist entscheidend. Supply Chain Manager sollten so früh wie möglich in den Ausgliederungsprozess eingebunden werden. Je früher die Vorbereitung beginnt, desto besser kann das Supply Chain Team den Übergang bewältigen. Häufig gibt es zwar eine Übergangsphase von rund einem Jahr, doch das Design neuer Prozesse und wirksames Veränderungsmanagement benötigen meist mehr Zeit. Zudem laufen Ausgliederungen typischerweise parallel zum Tagesgeschäft. Genau deshalb ist frühes Engagement zentral, um einen sauberen Übergang sicherzustellen.
Während einer Ausgliederung stehen Supply Chain Manager vor mehreren kritischen Entscheidungen. Auf der Systemseite liefert Solventure umfangreiche Empfehlungen, um Geschäftsprozesse stabil am Laufen zu halten. Die Grundempfehlung lautet: Bestehende Abläufe so weit wie möglich zunächst beibehalten und nach dem Übergang gezielt neu bewerten. Viele notwendige Schritte sind nicht sofort offensichtlich – sind aber für den Erfolg entscheidend.
Die grössten Herausforderungen, die ich in Ausgliederungen sehe, betreffen jedoch meist den Faktor Mensch. Teams werden mitunter aufgeteilt, und Veränderungsmanagement wird zum kritischen Erfolgsfaktor. Du musst dein Team durch Unsicherheit führen, Vertrauen bei Partnern sichern und Risiken aktiv managen. Unvollständige Informationen sind dabei eher normal als die Ausnahme. Der beste Ansatz ist eine gründliche Vorbereitung, transparente Kommunikation und das konsequente Nutzen der eigenen Erfahrung, sowie der Erfahrung externer Partner.
Bei komplexen Ausgliederungen, etwa wenn Prozesse eng verflochten sind oder sehr lange Durchlaufzeiten eine Rolle spielen, ist eine sorgfältige Abwägung von Kostenfolgen und Prozessanpassungen unverzichtbar. Manchmal sind auch schnelle, schwierige Entscheidungen notwendig, um eine lange Phase der Unsicherheit zu vermeiden.
Solventure begleitet Kunden während des gesamten Ausgliederungsprozesses: mit Unterstützung im Veränderungsmanagement, bei der Anpassung an neue Rahmenbedingungen sowie bei Portfoliobewertungen und Komplexitätsreduzierung. Mit früher Einbindung, proaktivem Veränderungsmanagement und den richtigen Partnern lassen sich die häufigsten Fallstricke vermeiden und ein reibungsloser Übergang sicherstellen.
Ausgliederungen sind herausfordernd. Doch mit früher Einbindung, proaktivem Veränderungsmanagement und den richtigen Partnern können Supply Chain Manager häufige Fallstricke vermeiden und einen stabilen Übergang sicherstellen. Die Expertise eines Partners, der auf Ausgliederungen in der Lieferkette spezialisiert ist, macht dabei den Unterschied. In Ausgliederungen gilt: Liquidität ist entscheidend – Erfahrung allerdings ebenso.
Wenn Sie weitere Informationen benötigen oder Ihre spezifischen Herausforderungen im Zusammenhang mit Ausgliederungen besprechen möchten, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren. Wir beraten Sie gerne und bieten Ihnen Unterstützung, die auf die Bedürfnisse Ihres Unternehmens zugeschnitten ist.
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