Wenn Lieferkette und Finanzwesen isoliert voneinander arbeiten, führt dies zu unterschiedlichen Zahlen, widersprüchlichen Zielen und uneinheitlichen Entscheidungen. Umsatzprognosen und Finanzprognosen stimmen selten überein, und das Fehlen einer einheitlichen Wahrheit führt zu Doppelarbeit, verpassten Chancen und einem Unternehmen, das auf Überraschungen reagiert, anstatt selbstbewusst auf seine Ziele zuzusteuern.
In vielen Unternehmen erstellen das Finanzwesen und die Lieferkette jeweils ihre eigenen Pläne. Das Ergebnis? Zwei Versionen der Wahrheit oder, schlimmer noch, zwei völlig unterschiedliche Wahrheiten. Diese Diskrepanz bedeutet, dass wir Energie darauf verwenden, Pläne abzustimmen, anstatt einen Mehrwert zu schaffen. Die eigentliche Herausforderung besteht darain ist, dass S&OP (Sales & Operations Planning) und FP&A (Financial Planning & Analysis) nicht dieselbe Sprache sprechen. Finanzielle Ziele und operative Einschränkungen stehen im Widerspruch zueinander, und wir verlieren unser gemeinsames Ziel aus den Augen.
Die volatilen Märkte von heute erfordern mehr als nur eine monatliche Abstimmung. Schnelle Veränderungen in der Nachfrage, Lieferunterbrechungen und schwankende Kosten führen dazu, dass veraltete oder isolierte Pläne schnell irrelevant werden.
Wir benötigen eine einheitliche, kohärente Sichtweise, die die operative Realität mit den finanziellen Ergebnissen verbindet.
Mehr als 80 % der Planungsarbeit zwischen Finanzabteilung und Lieferkette überschneiden sich. Durch die Integration dieser Prozesse können Unternehmen redundante Arbeit eliminieren, Fehler reduzieren und sicherstellen, dass alle nach dem gleichen Spielbuch arbeiten.
Ein Eckpfeiler für die Überbrückung dieser Kluft ist das Lieferkettendreieck – Service, Kosten und Liquidität (oder eingesetztes Kapital). Sowohl die Lieferkette als auch die Finanzabteilung verfolgen in diesem Dreieck das gleiche Ziel: die Steigerung des Unternehmenswertes, gemessen am ROCE (Return on Capital Employed) oder EVA (Economic Value Added). Die Finanzabteilung drängt oft auf eine Verringerung der Lagerbestände, um Liquidität freizusetzen, aber wenn wir zu weit gehen, riskieren wir Serviceprobleme und operative Feuerwehreinsätze.
Das Lieferkettendreieck hilft uns, Entscheidungen in der Lieferkette mit finanziellen Ergebnissen zu verknüpfen und es ist wichtig, die Perspektive der Investoren zu verstehen: Welchen EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) erzielen wir mit dem eingesetzten Kapital? Unterschiedliche Strategien – niedrigster Preis, Differenzierung, breite Portfolios – erfordern unterschiedliche Verhältnisse zwischen Marge und eingesetztem Kapital, aber das Ziel bleibt dasselbe: nachhaltige Wertschöpfung.
Wie können wir diese Isolation überwinden? Indem wir operative Pläne in finanzielle Ergebnisse umsetzen und eine Brücke zwischen S&OP und FP&A schlagen. Das bedeutet:
Um die Integration in die Praxis umzusetzen, sollten Sie diese konkreten Massnahmen zur Überbrückung von Lieferkette und Finanzwesen in Betracht ziehen:
Die Schaffung einer einheitlichen Planungsgrundlage bietet viele Vorteile: Entscheidungen, die mit Zuversicht getroffen werden, Pläne, die tatsächlich aufeinander abgestimmt sind, und ein Unternehmen, das schneller vorankommt, weil alle auf derselben Grundlage arbeiten.
Finanzwesen und Lieferkette können und sollten starke Verbündete sein, die operatives Wissen und organisatorische Stärke kombinieren, um nachhaltigen Wert zu schaffen.
Die folgende Ressource könnte ebenfalls für Sie interessant sein:
Erfahren Sie, wie Integrierte Wertschöpfungsplanung operative Entscheidungen mit finanziellen Ergebnissen verknüpft und eine echte einzige Informationsquelle ermöglicht.